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Stand 2015

Deutschland setzt bei der Stromversorgung auf verschiedene Energieträger. Kohle liefert rund 40% des Stroms, erneuerbare Quellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse knapp ein Drittel. Aus Erdgas werden gut 12% des Stroms gewonnen.


In den letzten Jahren ist zwar der Anteil der erneuerbaren Energien kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig blieb der Anteil der CO2-intensiven Kohlekraftwerke aber fast konstant. Die Emissionen des Stromsektors sind daher kaum gesunken – nicht zuletzt deshalb wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 voraussichtlich verfehlen.

Eine ausgewogene Kombination aus unterschiedlichen Energieträgern sichert die Stromversorgung. Erdgas ist dabei der Energieträger, der die erneuerbaren Energien optimal ergänzt. Denn ein Energiemix auf Basis von Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Erdgas ist deutlich CO2-ärmer als der heutige Mix.


Im Jahre 2016 wurden circa 650 TWh Strom in Deutschland erzeugt. An einigen sonnen- und windreichen Tagen konnten erneuerbare Energien über 85% des gesamten Strombedarfs decken. An windstillen, bewölkten Tagen produzieren die erneuerbaren Energien jedoch nur sehr wenig Strom (Stichwort „Dunkelflaute“).


Damit die Stromversorgung jederzeit gewährleistet ist, sind flexible Kraftwerke notwendig. Gaskraftwerke sind hierfür besonders geeignet, denn sie können sehr schnell hoch- und runtergefahren werden. Je stärker die erneuerbaren Energien wachsen, desto relevanter wird die Ausgleichsrolle dieser Kraftwerke.

Deutschlands Klimaziele sind ambitioniert: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40%, bis 2030 um 55% und bis 2050 um mindestens 80% gesenkt werden (jeweils im Vergleich zu 1990). Demgegenüber steht der CO2-Ausstoß der Stromerzeugung, der in den vergangenen Jahren kaum gesunken ist. Mit einem verstärkten Einsatz von Erdgas könnten die Klimaziele
kosteneffizient erreicht werden, denn Strom aus Erdgas verursacht rund 50% weniger CO2 als Kohlestrom – und das zu relativ geringen Mehrkosten.


Durch „Power-to-Gas“ wird erneuerbarer Strom in synthetisches Gas (auch „grünes Gas“ oder „Windgas“) umgewandelt. Dieses kann durch das bestehende Gasnetz dorthin transportiert werden, wo es gebraucht wird, und zwischendrin in den zahlreichen Gasspeichern gespeichert werden. Das Resultat: Ökostrom wird langfristig speicherbar und das Stromnetz wird entlastet.

Power-to-Gas - was ist das?

Beim Power-to-Gas-Verfahren werden mittels Elektrolyse Wassermoleküle in Wasser- und Sauerstoff gespalten. Der so entstandene Wasserstoff kann anschließend in das Gasnetz eingespeist werden, oder durch Zugabe von Kohlendioxid zu synthetischem Erdgas weiterverarbeitet werden. Wasserstoff kann dem klassischen Erdgas nur begrenzt beigemischt werden, das (teurere) synthetische Gas dagegen unbeschränkt.

Power-to-Gas

Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien

Olav Skalmeraas,
Leiter Büro Berlin

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen gerade im Stromsektor
Emissionen reduziert werden. Erdgas bietet hier attraktive Möglichkeiten, um schnell, günstig und effektiv CO2 einzusparen. Erneuerbare Energien, Erdgas und Power-to-Gas sind die Schlüssel zu einem klimafreundlichen Stromsektor.“

Olav Skalmeraas,
Leiter Büro Berlin

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